Digitalisierung und Erschließung der Librettosammlung Her der Bayerischen Staatsbibliothek
Die Sammlung von ca. 5.700 Libretti, die 1860 durch die damalige Hof- und Staatsbibliothek vom Maler und Privatier Christian Her (1815 – 1892) erworben werden konnte, gehört zu den größten Libretto-Sammlungen weltweit. Sie bildet in ihrer Geschlossenheit eine einmalige Quellenbasis für die Geschichte der Oper, Literatur und der Kultur in den deutschsprachigen Ländern vom 17. – 19. Jahrhundert. Neben ca. 4.900 Operntextbüchern (darunter u.a. das Libretto der Uraufführung von Mozarts „Idomeneo“) umfasst die Sammlung auch mehr als 430 Oratorien- sowie rund 350 Ballettlibretti.
Der Bestand ist bislang an der Staatsbibliothek nur über handschriftliche Repertorien bzw. als Kurzaufnahmen in Teilen über das RISM-Librettoprojekt (Libretti in deutschen Sammlungen) greifbar. Ziel dieses Projekts ist es, den ebenso wertvollen wie seltenen Bestand nach modernen, der Forschung genügenden Gesichtspunkte zu erschließen sowie komplett zu digitalisieren. Die Katalogisate sind mit Projektstart über den Online-Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek abrufbar. Mit etwas Verzögerung werden die digitalen Faksimiles der Libretti mit den Katalogaufnahmen verknüpft. Ein eigener Webauftritt des Projekts wird im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft entstehen.
Status: laufend
Digitalisierung und Erschließung der Librettosammlung Her der Bayerischen Staatsbibliothek
Förderung:
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