Eckher von Kapfing und Lichteneck, Johann Franz: Grabsteinbuch
Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck (1649-1727) ist als emsiger Sammler genealogischer Materialien bekannt geworden. Seit seiner Wahl zum Fürstbischof von Freising (1695) konnte er sich nicht mehr ausschließlich selbst um die ihn interessierenden Projekte kümmern, weshalb er zunehmend Arbeiten delegierte. Es war dabei vor allem Johann Michael von Prey (1690-1747), den er – 1713 als Hof- und Kammerrat sowie Archivar in seine Dienste genommen – mit diesen historischen und genealogischen Forschungsarbeiten beschäftigte.
In diese Zeit der beiderseitigen Zusammenarbeit dürfte das berühmte Grabsteinbuch entstanden sein – eine vom historiographischen Interesse beflügelte Inventarisierung von über 2.000 Grabsteinen in vier Bänden auf 391 Blatt. Auch wenn sich diese Sammlung zum Teil mit Wolfgang Schaumbergers im Auftrag des Fürstbischofs gesammelten Centones stemmatographici (Cgm 2273) überschneidet, liegt der besondere landesgeschichtliche Wert des Werks in der Tatsache begründet, dass in ihm zahlreiche heute im Original verloren gegangene Monumente dokumentiert werden.
Status: abgeschlossen
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